Galerie Gaia - Bischofsweg 52 Dresden - Die - Fr 14.00 bis 20.00
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Michael Podszun

1953 – 1971 in Kassel geboren, Kindheit und Schulzeit in Wolfhagen
1972 – 1980 Studium der Kunsterziehung, Germanistik, Soziologie in Gießen und Marburg
1979 – 1982 Erstes und Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
seit 1980 künstlerische Weiterbildung in druckgrafischen Verfahren, Einzelausstellungen, Ausstellungsbeteiligungen
ab 1983 selbständige Tätigkeit als Radierer in eigener Druckwerkstatt in Freiensteinau/Vogelsberg
1990 – 1994 Studium der Kunst und der Kunsttherapie an der freien Kunststudienstätte Ottersberg, Studienabschluss als Diplom-Kunsttherapeut
seit 1994 Tätigkeit als Kunst- und Gestaltungstherapeut an der psychosomatischen Klinik Schwedenstein in Pulsnitz
seit 1997 Wohnung und Atelier in Dresden, verheiratet, 2 Kinder
seit 2001 Malleiter für Ausdrucksmalen in Dresden
seit 2008 Mitglied im BBK

 

" Was ist es eigentlich, was bei den Bildern des Kasseler Künstlers Michael Podszun an Landschaften erinnert?

Ist es diese Komposition blauer, brauner, grüner und roter Farben, die kräftig und erdig die Arbeiten dominieren? Ist es die krustenartige Oberflächenstruktur mancher Bilder durch Beimischung von Sand und Gesteinsstückchen von Papieren und Wellpappen? Oder ist es dieser Gegensatz zwischen Harmonie und Aufruhr, der in den Arbeiten allgegenwärtig ist? "

Luigi La Grotta, Kulturredaktion Radio Bremen
" Expressiv-malerisch verteilt er Farb- und Formenelemente auf die Fläche, die eine Zuordnung zum kunstgeschichtlichen Begriff „Informell“ zulassen könnte.

Dennoch scheinen sich die immer sorgfältig entwickelten Kompositionen dieser Begriffsdefinition zu entziehen. Chiffrenartig verwendete kryptische Zeichen bezeugen den mythisch-meditativen Charakter autobiografischer Erlebnisse.

Sand, Seidenpapier oder Wellpappe als Spuren menschlicher Existenz lassen die aus den Bildern vertriebene Wirklichkeit gleichsam durch die Hintertür zurückkehren "

Regina Jutta Ponizil, Dipl.-Kunsthistorikerin
" So ist mir auch heute die Zeit meiner Ateliertätigkeit abgesetzt von den Verrichtungen des Alltags ein wesentliches Erfahrungsfeld und immer wieder überraschend, unkalkulierbar, vom Prozess her offen, letztendlich ein mir heiliges und mich heilendes Tun. "

Michael Podszun, 12.11.2002, Sächsischer Landtag
 

 

 

 

   Ausstellung "Der Geschmack von Licht und Schatten"

 

Am 5. April um 20Uhr wurde die neue Ausstellung "Der Geschmack von Licht und Schatten" eröffnet. Die obigen Bilder zeugen von dem regen Interesse an diesen besonderen Kunstwerken, auch an musikalischer Untermalung durch einen Cellisten (Ulrich Thiem) fehlte es nicht. Das Special des Abends war der "Würfel-Turm", alles kleine Kunstwerke von Michael Podszun, welche mit Hilfe von Groß und Klein Sück für Stück aufeinander gesetzt wurden. Noch bis zum 23. Mai 2013 können in der Galerie Gaia die farbenreichen Bilder des Michael Podszun begutachtet werden. Seine Bilder sind nicht harmonisch - symmetrisch aufgebaut und dennoch sind sie in sich stimmig und ausgewogen.

Seine Kunst wurde innerlich sehr inspiriert und geprägt durch intensives Naturstudium unter anderem in Italien. Fasziniert von greifbaren, bizarren Formen zerklüfteter und geritzter Gesteinstektonik, erhalten die eigenhändig angerührte Ei-Temperafarbe durch Beimischung von Urgesteinsmehl, gemahlenem Eisen oder verschiedenen selbst hergestellten Ascheprodukten, ihre erdigen Farbnuancen.

Körniger Sand, dünne Seidenpapiere deckend übermalt, Papier- und Wellpappefetzen schaffen optische Ähnlichkeiten zu Relieflandkarten und schließen sich zu einem  Mikrokosmos zusammen und werden zu einem Synonym für erlebte Natur.

Formen werden aufgelöst und die Bilder fließen durch den Verzicht auf Konturen in das Gefühl von Grenzenlosigkeit und unendlicher Weite.

Die Arbeiten sind das Ergebnis von lang andauernden Gestaltungsprozessen, die in mehreren Schichten aufgebauten Kunstwerke erzählen von diesem Prozess, indem immer wieder Schichten und Spuren von darunter liegenden Schichten durchscheinen.

Das lässt den Betrachter einiges im Verborgenen erahnen, von der wahren Tiefe des Prozesses.

 

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim tiefen Einlassen auf die Bilder und dem eigenen Entdecken.